Clockwise II

in »Auszeit. Von Pausen und Momenten des Aufbruchs«
Kunstmuseum Ravensburg
20. März bis 11. Juli 2021

Mit Arbeiten von Marina Abramović, Bas Jan Ader, Cosima von Bonin, Nathalie Czech, Alejandro Cesarco, Die Tödliche Doris, Otto Dix, William Engelen, FORT, Valeska Gert, Rodney Graham, Axel Heil, Sophia & Franziska Hoffmann, Christian Jankowski, Ernst Ludwig Kirchner, Barbara Klemm, Friedrich Kunath, Mark Leckey, Otto Mueller, Ernesto Neto, Yoko Ono / John Lennon, Max Pechstein, Dan Perjovschi, Karl Schmidt-Rottluff, Mladen Stilinović, Grace Weaver, Erwin Wurm und Andrea Zittel

»Die Gruppenausstellung widmet sich – ausgehend von der Sammlung Selinka des Kunstmuseum Ravensburg – der vielschichtigen Bedeutung des Begriffs ›Auszeit‹. Im Dialog zwischen Werken des 20. und 21. Jahrhunderts wird das Spannungsfeld der Auszeit mit Augenblicken des Genusses und des Müßiggangs bis hin zu Formen des Protests und des Widerstands thematisiert. Bereits die expressionistischen Werke der Künstlergruppe »Brücke« (1905–1913) versinnbildlichen Auszeiten des Vergnügens und der Verweigerung. (…)« Kunstmuseum Ravensburg


Installation mit 18 programmierten Wanduhren

In der Installation »Clockwise« (dt.: im Uhrzeigersinn) bilden Uhren aus schwarzem Metall eine Fläche an der Wand, wobei ihre messingfarbenen Zeiger in verschiedenen Takten rotieren und dabei unterschiedliche Zeiten anzeigen.

Die Uhren stammen aus dem VEB Betonleichtbaukombinat Dresden und ihr Design aus den 1960er Jahren sowie die Spuren auf den Metalloberflächen zeugen von ihrem Einsatz als Orientierungshilfe und Taktgeber im Arbeitsalltag.

Vormals im gesamten Gebäude verteilt und durch ein zentrales System angesteuert, sind die Uhren in der Installation nun verdichtet und losgelöst von ihrer Funktionalität, denn sie besitzen jeweils individuelle Zeitanzeigen. Mittels Programmierung erhalten die Uhrzeiger einen neuen Rhythmus, den man unmittelbar vor der Installation hören kann. Das grafische Bild an Linien, das stets neu durch das Weiterrücken der Zeiger auf den Zifferblättern entsteht, ist in dieser Arbeit ein bestimmendes Element.





© 2021 VG Bild-Kunst Bonn / Franziska und Sophia Hoffmann